Assistierte Telemedizin in Berlin
Übersicht
- Ärztliche Videosprechstunde direkt in Ihrer Apotheke
- Was ist assistierte Telemedizin?
- Warum ist Telemedizin in der Apotheke sinnvoll?
- Wie läuft assistierte Telemedizin in der Bio 7.0 Apotheke ab?
- Was ist ein strukturiertes Ersteinschätzungsverfahren?
- Was passiert bei einer Videosprechstunde in der Apotheke?
- Wann ist eine Videosprechstunde in der Apotheke nicht geeignet?
- Was sollten Sie mitbringen?
- Datenschutz und Diskretion
- Telemedizinische Unterstützung in der Bio 7.0 Apotheke nutzen
- FAQ: Assistierte Telemedizin in Berlin
Kurz erklärt:
- Assistierte Telemedizin hilft bei der Videosprechstunde in der Apotheke.
- Eine strukturierte Ersteinschätzung zeigt, ob eine Videosprechstunde sinnvoll ist.
- Die Apotheke unterstützt bei Technik, Ablauf und geschützter Durchführung.
- Für gesetzlich Versicherte entstehen bei erfüllten Voraussetzungen keine direkten Kosten.
Ärztliche Videosprechstunde direkt in Ihrer Apotheke
Assistierte Telemedizin (aTM) verbindet digitale medizinische Versorgung mit persönlicher Unterstützung vor Ort. Seit dem 1. Juli 2026 können Apotheken diese Leistung anbieten und bei gesetzlich Versicherten unter bestimmten Voraussetzungen direkt mit der Krankenkasse abrechnen. In der Bio 7.0 Apotheke in Berlin erhalten Sie Hilfe bei der Nutzung einer Videosprechstunde oder bei der Einschätzung, ob eine ärztliche Videosprechstunde für Ihr Anliegen geeignet ist.
Das Angebot ist besonders hilfreich, wenn Sie gesundheitliche Beschwerden abklären lassen möchten, aber unsicher sind, welcher Versorgungsweg der richtige ist. Es richtet sich an gesetzlich und privat versicherte Personen, die bei einer telemedizinischen Leistung Unterstützung benötigen, zum Beispiel, weil zu Hause kein geeignetes Endgerät vorhanden ist oder praktische Hilfe bei der digitalen Anwendung gewünscht wird.
Was ist assistierte Telemedizin?
Assistierte Telemedizin bedeutet, dass die Apotheke Patientinnen und Patienten bei telemedizinischen Angeboten unterstützt. Dabei kann die Apotheke je nach Situation eine von drei Leistungen anbieten:
- ein strukturiertes Ersteinschätzungsverfahren,
- eine ärztliche Videosprechstunde
- oder eine Kombination aus Ersteinschätzung in der Apotheke und anschließender Videosprechstunde.
Wichtig ist: Die ärztliche Diagnose und Behandlung erfolgen weiterhin durch eine Ärztin oder einen Arzt. Die Apotheke unterstützt Sie bei der Vorbereitung, Durchführung und technischen Nutzung. So entsteht ein niedrigschwelliger Zugang zu medizinischer Einschätzung – persönlich begleitet, digital unterstützt und direkt vor Ort.
Warum ist Telemedizin in der Apotheke sinnvoll?
Telemedizin in der Apotheke kann helfen, gesundheitliche Beschwerden besser einzuordnen und den passenden nächsten Schritt zu finden: Apotheke, Videosprechstunde, Arztpraxis, ärztlicher Bereitschaftsdienst oder Notfallversorgung. Besonders hilfreich ist das Angebot für Menschen, die bei digitalen Gesundheitsleistungen Unterstützung benötigen.
Das Angebot kann insbesondere in Frage kommen, bei:
- fehlendem geeignetem Endgerät für eine Videosprechstunde,
- dringenden Fällen, in denen das eigene Gerät nicht genutzt werden kann,
- praktischem oder technischem Unterstützungsbedarf,
- besonderen Bedarfen bei der Nutzung digitaler Gesundheitsangebote,
Vor der Durchführung bestätigen Sie im Rahmen einer Vereinbarung, dass mindestens eine der Voraussetzungen vorliegt. Die Bio 7.0 Apotheke am Ku’damm bietet Ihnen dafür einen vertrauten Anlaufpunkt in Berlin, mit pharmazeutischer Unterstützung und in einem geschützten Rahmen.
Wie läuft assistierte Telemedizin in der Bio 7.0 Apotheke ab?
Der Ablauf ist klar strukturiert und gut verständlich:
- Anliegen schildern: Sie erklären, welche Beschwerden oder Fragen Sie haben.
- Voraussetzungen klären: Das Apothekenteam prüft, welche Form der telemedizinischen Unterstützung infrage kommt.
- Bei Bedarf Ersteinschätzung durchführen: Falls erforderlich, werden Ihre Angaben mithilfe eines strukturierten Verfahrens eingeordnet.
- Videosprechstunde vorbereiten: Wenn eine Videosprechstunde geeignet ist, unterstützt Sie das Apothekenteam bei Technik, Zugang und Organisation.
- Ärztliches Gespräch führen: Die medizinische Einschätzung erfolgt durch eine Ärztin oder einen Arzt per Video.
- Nächste Schritte klären: Je nach Ergebnis folgen Empfehlungen, zum Beispiel Arztpraxis, Bereitschaftsdienst, Rezept oder pharmazeutische Beratung.
Wenn eine Videosprechstunde mit einer Praxis in räumlicher Nähe möglich ist, kann das für mögliche Folgetermine praktisch sein. Ihre freie Arztwahl bleibt dabei selbstverständlich bestehen.
Was ist ein strukturiertes Ersteinschätzungsverfahren?
Ein strukturiertes Ersteinschätzungsverfahren ist ein geregelter Ablauf zur ersten Einordnung gesundheitlicher Beschwerden. Dabei kann ein digitales Abfrage-Tool mit festem Fragen- und Ablaufschema zum Einsatz kommen, wie SmED – die Strukturierte medizinische Ersteinschätzung. Dieses Verfahren wird unter anderem im Umfeld der Rufnummer 116 117 zur medizinischen Ersteinschätzung eingesetzt.
Das Programm ordnet akute Beschwerden nach Dringlichkeit ein und unterstützt dabei, den passenden Versorgungsweg zu finden. Es ersetzt keine ärztliche Untersuchung, kann aber helfen, einzuschätzen, ob eine Videosprechstunde geeignet ist.
Wenn Sie in der jeweiligen Arztpraxis in den letzten vier Quartalen nicht persönlich vorstellig waren, kann eine strukturierte Ersteinschätzung vor einer vertragsärztlichen Videosprechstunde erforderlich sein.
Was passiert bei einer Videosprechstunde in der Apotheke?
Bei einer Videosprechstunde in der Apotheke sprechen Sie digital mit einer Ärztin oder einem Arzt. Die Bio 7.0 Apotheke unterstützt Sie dabei, den digitalen Kontakt herzustellen und die technische Umgebung zu nutzen.
Das ist besonders praktisch, wenn Sie zu Hause keine stabile Internetverbindung, kein geeignetes Gerät oder keinen ruhigen Raum haben. Die Videosprechstunde vor Ort in der Apotheke bietet Ihnen eine diskrete Umgebung und persönliche Unterstützung.
Wann ist eine Videosprechstunde in der Apotheke nicht geeignet?
Bei Notfällen ist eine Videosprechstunde in der Apotheke nicht der richtige Weg. Bitte wählen Sie sofort den Notruf 112 bei:
- starken Brustschmerzen,
- Atemnot,
- Lähmungserscheinungen,
- Bewusstseinsstörungen,
- schweren allergischen Reaktionen,
- plötzlich auftretenden starken Beschwerden.
Bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden kann der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 helfen.
Die digitale Gesundheitsberatung in der Apotheke ersetzt keine Notfallversorgung und keine notwendige körperliche Untersuchung. Sie kann aber helfen, den passenden nächsten Schritt besser einzuschätzen. Wenn kein Notfall vorliegt, kann eine telemedizinische Unterstützung in der Apotheke eine sinnvolle Orientierung bieten. Für die Durchführung sind einige Unterlagen hilfreich.
Was sollten Sie mitbringen?
Hilfreich sind:
- elektronische Gesundheitskarte,
- aktuelle Medikamentenliste oder Medikationsplan,
- vorhandene Befunde oder Arztbriefe,
- Informationen zu Beschwerden, Dauer und bisherigen Maßnahmen,
- Angaben zu bestehenden Erkrankungen,
- ggf. Lesebrille oder persönliche Hilfsmittel.
Vor der Durchführung wird eine schriftliche Vereinbarung zwischen Ihnen und der Apotheke geschlossen. Darin bestätigen Sie unter anderem, dass die Voraussetzungen für die unterstützte Nutzung einer telemedizinischen Leistung vorliegen.
Privatversicherte zahlen die Leistung zunächst selbst und erhalten einen Beleg, den sie bei ihrer privaten Krankenversicherung einreichen können. Ob die Kosten erstattet werden, klären Privatversicherte bitte direkt mit ihrer Versicherung.
Datenschutz und Diskretion
Gesundheitliche Fragen sind persönlich. Deshalb findet die ärztliche Videosprechstunde in der Apotheke nicht offen im Verkaufsraum statt, sondern in einem separaten Beratungsraum. Dabei wird darauf geachtet, dass ein Mithören oder Einsehen durch andere Personen verhindert wird. Vor der Durchführung willigen Sie im Rahmen der Vereinbarung in die notwendige Datenverarbeitung ein. Datenschutz, Datensicherheit und Ihre Privatsphäre stehen im Mittelpunkt.
Telemedizinische Unterstützung in der Bio 7.0 Apotheke nutzen
Wenn Sie sich für Assistierte Telemedizin in Berlin interessieren, sprechen Sie uns gern an. Wir informieren Sie über den Ablauf, prüfen gemeinsam, welche Form der Unterstützung passend sein kann, und begleiten Sie bei den nächsten Schritten.
Zum Kontaktformular WhatsApp-Chat öffnenFAQ: Assistierte Telemedizin in Berlin
Was bedeutet assistierte Telemedizin einfach erklärt?
Assistierte Telemedizin bedeutet, dass Sie in der Apotheke Unterstützung bei einer digitalen medizinischen Ersteinschätzung oder bei einer Videosprechstunde mit einer Ärztin oder einem Arzt erhalten.Ist die Apotheke dann wie eine Arztpraxis?
Nein. Die Apotheke ersetzt keine Arztpraxis. Die ärztliche Diagnose und Behandlung erfolgen durch eine Ärztin oder einen Arzt. Die Apotheke unterstützt Sie beim Zugang, bei der Technik und bei der Vorbereitung.Kann ich in der Apotheke direkt mit einem Arzt per Video sprechen?
Je nach Anliegen und Verfügbarkeit kann eine Ärztin oder ein Arzt per Video aus der Apotheke heraus kontaktiert werden. Das Apothekenteam unterstützt Sie bei der Durchführung.Für welche Beschwerden ist das Angebot geeignet?
Sie kann bei Beschwerden sinnvoll sein, die zunächst ärztlich eingeordnet werden sollen, ohne dass ein akuter Notfall besteht. Bei schweren oder plötzlich auftretenden Symptomen wenden Sie sich bitte sofort an den Notruf.Was ist der Unterschied zwischen Ersteinschätzung und Videosprechstunde?
Die Ersteinschätzung prüft strukturiert, welcher Versorgungsweg passend sein kann. Die Videosprechstunde ist das digitale Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt.Brauche ich technische Kenntnisse?
Nein, genau dafür ist die assistierte Form gedacht. Die Apotheke hilft Ihnen bei der technischen Nutzung und sorgt für eine geeignete Umgebung.Wer kann das Angebot nutzen?
Gesetzlich und privat versicherte Personen können das Angebot nutzen, wenn sie Unterstützung bei einer telemedizinischen Leistung benötigen. Das gilt zum Beispiel bei fehlender Technik, besonderem Hilfebedarf oder wenn das eigene Gerät in einem dringenden Fall nicht genutzt werden kann.Was kostet die assistierte Telemedizin?
Bei gesetzlich Versicherten kann die Leistung bei erfüllten Voraussetzungen direkt mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Für Patientinnen und Patienten entstehen dann keine direkten Kosten. Privatversicherte zahlen die Leistung zunächst selbst und erhalten einen Beleg zur Einreichung bei ihrer privaten Krankenversicherung. Ob die Kosten erstattet werden, klären Privatversicherte bitte direkt mit ihrer Versicherung.Muss ich etwas unterschreiben?
Ja, vor der Durchführung wird eine Vereinbarung zwischen Ihnen und der Apotheke geschlossen. Bitte bringen Sie dafür nach Möglichkeit Ihre elektronische Gesundheitskarte oder einen anderen Versicherungsnachweis mit.Ist eine Videosprechstunde in der Apotheke vertraulich?
Ja. Die digitale Arztsprechstunde findet in einem geschützten Rahmen statt. Mithören und Einsehen durch andere Personen werden verhindert.Termin vereinbaren
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